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22 Ekim 2002

Avrupa’da ve Türkiye’de Karikatür Sanatı

Avrupa’da ve Türkiye’de Karikatür Sanatı – (23-26 Ekim 2002) VII. Uluslararası Avrupa Kültürü Kongresi, Pamplona/İspanya

 Makaleler ve Bildiriler
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Es ist bekannt, daß die Zeichnungen an den Wänden der Höhle von Spanien als die ersten Beispiele der Karikaturkunst vor Christus 8000-5000 bezeichnet worden sind1.

Zeichnungen wie Karikaturen sind von den Forschern in Ägypten gefunden worden. Ein Relief von dem Ägypterkönig war sehr schlecht gezeichnet worden. Man glaubte bis zur dieser Periode, daß die Könige und ihre Verwandten in der ägyptischen Kunst göttliche Schönheit hatten. Aus diesem Grund wurden die Könige immer sehr schön gezeichnet2.

In der altgriechischen, römischen und chinesischen Kunst waren die Porträts wie Karikaturen gezeichnet.

Das Wort “Karikatur” stammt aus “caricare” im Italienischen. Forscher gehen im allgemeinen davon aus und behaupten, daß die Karikatur im 17. Jahrhundert in Italien entstanden ist3.
Es ist ja bekannt, daß die Tageszeitungen und Zeitschriften durch die Druckerei vermehrt worden sind. Erst nach der Erfindung der Druckerei ist die Karikatur als Kunst aufgewertet worden. Die erste Humorzeitschrift mit Karikaturen war La Caricature aus Frankreich (1830). Die nächsten Zeitschriften waren:
– Punch (1841 -2002) aus England,
Die Fliegenden Blaetter (1844) aus Deutschland,
Fischietto (1847) aus Italien und Figaro (1857) aus Österreich.
Mehrere Karikaturisten aus Europa sind weltbekannt. Hier möchte ich auf einige Namen aufmerksam machen:
-aus Italien: Giuseppe Scalarini (1873-1948), Osvaldo Cavandoli (1920- ) und Lucio
Trqjano (1934- );
– aus Frankreich: Jean Effel (1908-1982), Albert Dubout (1905-1976) und Roland Topor
(1938-1997);
-aus England: Thomas Rowlandson (1756-1827), Ralph Steadman (1936- ) und Ronald Searle (1920- );
– aus Deutschland: Georg Grosz (1893-1959), Loriot -Vicco Von Bulow (1923- ) und Hans Georg Rauch (1939-1995);
-aus Spanien: Puig Rosado (1931- ), Vazquez de Sola (1935- ) und Martin Morales
(1946- );
-aus Österreich: Flora, aus Polen: Eryk Lipinski, aus Jugoslawien: Aleksander Klas,
– aus Rumänien: Constantin Ciosu,
– aus Belgien: Folon, aus Kroatien: Ivan Haramija,
-aus Tschechien: Adolf Born, aus Griechenland: Bas Mitropulos und
-aus Bulgarien: Milko Dikov u.s.w.

Heute entwickeln sich die Wissens- und Kommunikationstechnologien rapide. In diesem Zusammenhang werden Karikaturen auch beim Computer als Kommunikationsmittel verwendet, die in den Zeitschriften, Tageszeitungen, Werbungen, auf Plakaten, Postkarten und in Galerien oft ausgestellt werden. So hat jeder Möglichkeit, Karikaturen und Entwicklungen in diesem Bereich durch Hochtechnologien zu folgen.

GESCHICHTE DER TÜRKISCHEN KARIKATUR

Die erste türkische Karikatur wurde im Jahre 1867 in der Tageszeitung Istanbul gedruckt. Und die erste türkische Humorzeitschrift hieß Diyojen (1871). Sie wurde von dem aus Byzantinien stammenden Teodor Kasap gedruckt.

Die erste Humorzeitschrift, die von einem Türken, Caylak Mehmet Tevfik, gedruckt wurde, hiess Caylak (1876). Und Ali Fuat Bey war der einzige Karikaturist in dieser Zeitschrift.
Die türkische Karikatur wurde langsam entwickelt. Zwischen 1878-1908 wurden alle Humorzeitschriften wegen des existierenden Despotismus verboten. Erst im Jahre 1908 hatte die zweite Konstitutionelle Periode begonnen. In diesem Zeitraum hatten Karikaturisten wieder Möglichkeit zu zeichnen und zu publizieren. In dieser Periode wurde viele Humorzeitschriften gedruckt. z.B. David, Dalkavuk, Cekirge, Falaka, Esek, Karagöz, Laklak, Kalem, Cent…
Cent und Kalem waren die wichtigsten Humorzeitschriften. Cemil Cem war der erste, berühmteste und wichtigste Karikaturist der Türkei. Er hatte Jura studiert und war im türkischen Generalkonsulat in Paris tätig. So hatte er die europäische Kultur kennengelernt und in Paris “Sultan Abdülhamit” und seine Bekanntschaften zahlreiche Karikaturen gezeichnet.

Nach dem Osmanischen Reich wurde im Jahre 1923 von Atatürk die türkische Republik
gegründet. Atatürk hat viele Reformern realisiert. Er hatte die Absicht, mit Hilfe radikaler Reformen sein Land umzugestalten. Das lateinische Alphabet (1928) wird von diesen Reformen als das Wichtigste angenommen. Die Tageszeitungen und Zeitschriften wurden mit der türkischen Republik in lateinischen Buchstaben gedruckt. Die Anzahl der Leser war sehr gering, da man im allgemeinen nur im arabischen Alphabet lesen und schreiben konnte. Mit der Alphabet-Reform wurde das türkische Volk von heute auf morgen analphabet. In diesem Zeitraum war eine Tageszeitung sehr bekannt, die Aksam hieß. Der damalige berühmte Karikaturist Cemal Nadir Güler zeichnete jeden Tag für diese Zeitung eine Karikatur, die bei den Lesern sehr beliebt war.
Nach dem zweiten Weltkrieg stellen sich in der Türkei neue Karikaturisten heraus. Sie
waren: Turhan Selcuk (1922- ), Ferruh Dogan (1932-2000), Semih Balcioglu (1928- ), Ali Ulvi Ersoy (1924-1998) und NeharTüblek (1924-1995).

Sie werden heute als “Generation der 50er Jahre” bezeichnet. Sie hatten folgende
Humorzeitschriften herausgegeben: Kirkbirbucuk, Dolmus, Tef und Tas. Einige von diesen Karikaturisten zeichnen heute noch weiter.

INHALT

Das Thema der Karikatur war vorher das Gesicht des Menschen. Es wird als “Portraet” genannt, z.B. bei Rembrandt (1606-1669) oder Leonardo da Vinci (1452-1519).
Früher war die Karikatur ein Teil der bildenden Kunst. Der Karikaturist beschäftigte sich
nur mit den Materialen der bildenden Kunst. Mit der Zeit wurde die Karikatur eine Kunst. Später wurde die Karikatur noch bedeutungsvoller gezeichnet, um die Verbindungen zwischen den Ereignissen, Personen und Objekten zu erzählen.
Karikatur ist: “Humor mit dem Strich”;
Karikatur ist: “Graphik-Humorkunst”;
Karikatur ist: “Humorkunst auf dem Strich”.
Heutzutage hat die Karikatur vier Funktionen:
informieren,
amüsieren,
erziehen
und kritisieren.
Eigentlich ist der Bereich der Karikatur sehr breit. Die Grundmitteilung der Karikatur ist die Vermittlung der Komik der, Irrtümer und Widersprüche. Die Grundmitteilung der Karikatur waren früher die Widersprüche auf dem Gesicht des Menschen. Die Grundmitteilung waren später die sozialen Widersprüche, die Irrtumer der Verhältnisse. Die Grundmitteilung der Karikatur führt uns also vom persönlichen zum universalen Niveau.

Es gibt in der Karikatur Übertreibung. Die übertreibende Erscheinung ist die Charakterisierung der Bedeutung. Diese Übertreibung führt den Beobachter zum Lächeln, weil sie sich mit der Wahrheit nicht verträgt.

Es ist wichtig, den Beobachter zu beruhigen. Jeden Tag erlebt man neue Ereignisse und sie bedrohen die Menschheit. Sie führen die Menschen zum Pessimismus. Diese Ereignisse kann man mit der Karikatur erzählen. Sie dient nicht der Angst der Menschen, sondern der Ruhe. Die sozialen Probleme werden durch die freundliche Karikatur interpretiert. Der Karikaturist ist nicht nur ein Zeuge des Ereignisses, sondern er ist ein Künstler, der den Beobachter zum Nachdenken führt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich zwei Tendenzen in der Karikatur:
a. die vergnügende Karikatur;
b. die künstlerische Karikatur.
In den vergnügenden Karikaturen werden komische Situationen gezeichnet. Sie werden eher in Tageszeitungen und Zeitschriften abgedruckt.

-In diesen Karikaturen werden soziale und politische Themen behandelt;
-sie sind kurzlebig;
-das Ziel dieser Karikaturen ist das breite Publikum;
-wichtig ist die “Wort-Bild”-Verbindung in diesen Karikaturen und
-die Striche sind sehr ürbertrieben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg tauchte ein Karikaturist aus Rumänien auf, Saul Steinberg (1914-1999). Er hatte Architektur studiert und in den USA gelebt. Er zeichnete sehr einfach, und seine Themen waren abstrakt. Dieser Stil wurde dann auch von einigen französischen Karikaturisten gefolgt, wie Mose, Andre Francois, Bosch, Chavall, Maurice Henry.

Mit diesem Verständnis ist Karikatur zur Kunst geworden. Künstlerische Karikatur, die die Franzosen clessin hwnoristique nennen, ist auch in der Türkei sehr beliebt.
Wenn also die künstlerische Karikatur erklärt werden soll, müssen folgende Elemente bedacht werden:
Die Zielgruppe ist nicht das ganze Publikum. Darstellung wie Symbole sind für die Elite gedacht.
Sie will nicht populär sein.
Das Lachen steht an zweiter Stelle.
Es sind nachdenkliche Karikaturen.
Ihre Themen sind oft nicht politisch.
Sie enthält sehr wenig oder keine Übertreibung.
Sie ist nicht offen/verständlich.
Sie ist langlebig und beständig.
Die Striche sind einfach. In dieser Karikatur werden oft dünne Striche, Licht und Schatten verwendet.

Karikaturwettbewerbe werden seit längerem von vielen Ländern wie Italien, Spanien, Bulgarien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Polen, Holland und England organisiert, um die
Entwicklung der künstlerischen Karikatur voranzutreiben. Es wird behauptet, daß die Karikaturkunst heute in Europa und in der Türkei auf dem Gipfel steht.

Die Türkei hat die Absicht, in nächster Zeit an der Europäischen Union teilzunehmen. Seit 19 Jahren wird in der Türkei einer der größten Wettbewerbe der Welt organisiert. Er heißt “Karikaturwettbewerb Aydin Dogan”. Das Thema dieses Jahres war “Der Terror”. Ein Türke, Mehmet Ates Gülcügil, hat den ersten Preis (8000 Dollar) bekommen.

Einige Beispiele aus der Türkei sollen gezeigt werden. Die drei Karikaturisten, die sich der künstlerischen Karikatur widmen, sind sehr bekannt: Turhan Selcuk, Ferruh Dogan, Semih Balcioglu
Turhan Selcuk (1922- )

1. TOPUZ 1997.
2. YOLTAS 19X4.
3. GRÜNEWALD 1979.
QUELLENVERZEICHNIS
GRÜNEWALD, Dietrich: Karikatur im Unterricht. Weinheim und Basel, Beltz Verlag,
1979

TOPUZ, Hifzi: Baslangicindan Bugüne Diinya Karikatürii, Istanbul, Inkilap Kitabevi,1997
YOLTAS, Niyazi: “Karikatur Sanati”, Varlik Dergisi, Istanbul, Haziran 1984


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